Quandoo stellt den Betrieb ein: So finden Sie die richtige Quandoo-Alternative – und retten Ihre Gästedaten

2026-08-06 · Ratgeber

Am 24. März 2026 hat die Quandoo GmbH aus Berlin angekündigt, ihren Betrieb geordnet, aber endgültig einzustellen. Betroffen sind Restaurants in elf Ländern, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz. Viele Betriebe suchen jetzt nach einer Quandoo-Alternative – doch wer die Plattform einfach durch „irgendein anderes Reservierungssystem“ ersetzt, übersieht die Hälfte des Problems: Quandoo war mehr als Buchungstechnik. Dieser Ratgeber ordnet die Fristen ein, erklärt, was Sie vor dem 30. September erledigen sollten – und warum die Antwort auf die Schließung wahrscheinlich nicht das nächste Portal ist.

Die Fristen im Überblick

Zuerst: Sichern Sie Ihre Gästedaten

Ihre Gästedatenbank ist über Jahre gewachsen: Namen, Kontaktdaten, Notizen zu Stammgästen, Allergien, besondere Anlässe. Diese Daten sollten Sie als Erstes sichern – und zwar jetzt, nicht kurz vor Jahresende. Welche Exportmöglichkeiten Sie haben, hängt von Ihrem Quandoo-Tarif ab; prüfen Sie früh, was sich tatsächlich herunterladen lässt, und bitten Sie im Zweifel den Quandoo-Kundendienst gezielt um einen vollständigen Export Ihrer Gästedaten. Sichern Sie außerdem eine Liste aller künftigen Reservierungen, damit im Oktober keine Buchung verloren geht und kein Gast vor Ihnen steht, von dessen Reservierung Ihr Team nichts weiß.

Datenschutzrechtlich spricht nichts dagegen, die Daten Ihrer Gäste in ein neues System zu übernehmen, um Reservierungen weiter zu verwalten – Ihr Betrieb ist und bleibt der Verantwortliche für diese Daten. Vorsicht ist nur bei Werbung geboten: Für Newsletter oder Werbe-E-Mails brauchen Sie eine Einwilligung Ihrer Gäste; die Datenübernahme allein ersetzt sie nicht.

Quandoo war ein Marktplatz – das ändert die Suche nach dem Ersatz

Quandoo war kein reines Reservierungssystem, sondern ein Marktplatz: Gäste stöberten auf quandoo.de oder quandoo.at, entdeckten neue Restaurants, buchten direkt dort und sammelten dafür Treuepunkte. Ihr Betrieb bekam damit zwei Leistungen aus einer Hand – die Buchungstechnik und einen Kanal, über den laufend neue Gäste kamen.

Mit der Schließung verlieren Sie folglich beides gleichzeitig. Die Buchungstechnik ist leicht zu ersetzen, der Marktplatz nicht – kein einzelnes System kann Ihnen die Gäste „mitliefern“, die bisher über das Quandoo-Portal kamen. Die richtige Frage lautet deshalb nicht: „Welches Portal ersetzt Quandoo?“, sondern: „Wo suchen und buchen meine Gäste künftig – und wie werde ich genau dort direkt reservierbar?“

Der eigene Buchungsweg: Website, Google Maps, Instagram

Die Antwort fällt 2026 ziemlich eindeutig aus: bei Google. Gäste suchen ein Lokal über Google Maps oder die Google-Suche, sehen das Unternehmensprofil mit Öffnungszeiten und Bewertungen – und erwarten dort einen Reservierungslink. Danach kommen die eigene Website und Instagram. Wer an diesen drei Stellen direkt buchbar ist – mit einem Reservierungsbutton auf der Website, einem Buchungslink im Google-Unternehmensprofil und in der Instagram-Bio –, braucht kein Portal mehr dazwischen. Über „Reservieren mit Google“ können Gäste sogar direkt aus Google Maps heraus einen Tisch buchen. Der eigene Buchungsweg hat dabei handfeste Vorteile: Es fällt keine Provision pro Gast an, die Gästedaten bleiben im Haus – und Sie sind nicht mehr davon abhängig, ob ein Anbieter seinen Marktplatz weiterbetreibt. Genau diese Lektion erteilt die Quandoo-Schließung gerade.

Ehrlicherweise gehört dazu: Die Reichweite des Quandoo-Portals verschwindet mit Ablauf des 30. September – ganz gleich, für welches System Sie sich entscheiden. Kam ein spürbarer Teil Ihrer Reservierungen über die Plattform, prüfen Sie nüchtern, ob ein zusätzliches Portal wie OpenTable oder TheFork diese Lücke teilweise füllen soll – als Ergänzung mit eigener Kostenrechnung, nicht als Fundament. Das Fundament sind die eigenen Kanäle, allen voran das Google-Unternehmensprofil. Dort schauen Gäste zuerst nach, ob heute Abend noch ein Tisch frei ist – im Restaurant in Berlin genauso wie im Gasthaus in Graz.

Checkliste für den Wechsel ohne Lücke

Wo Stolio beim Umstieg helfen kann

Stolio ist ein Reservierungssystem für genau diesen eigenen Buchungsweg: ein Buchungsbutton oder ein einbettbares Buchungswidget für die eigene Website, ein Buchungslink für das Google-Unternehmensprofil und die Instagram-Bio, dazu die Anbindung an „Reservieren mit Google“. Bestätigungs- und Erinnerungs-E-Mails an Ihre Gäste werden automatisch versendet; im Plus-Tarif kommen ein grafischer Tischplan mit Reservierungen pro Tisch und einer interaktiven Zeitleiste hinzu. Die Gästedatenbank gehört Ihrem Betrieb und lässt sich jederzeit exportieren. Der Preis ist ein fester Monatsbetrag ab 499 CZK (umgerechnet rund 20 Euro) – ohne Provision pro Gast. Transparenz gehört dazu: Die Bedienoberfläche steht derzeit auf Englisch und Tschechisch zur Verfügung, eine deutsche Version gibt es noch nicht; der Buchungsablauf für Ihre Gäste funktioniert ebenfalls auf Englisch und Tschechisch. Beim Umzug Ihrer Quandoo-Gästedaten hilft das Stolio-Team kostenlos; die Tarife im Überblick finden Sie unter Preise.

Wenn Sie den Wechsel vor dem 30. September in Ruhe abschließen möchten: Stolio lässt sich 14 Tage kostenlos testen – ohne Kreditkarte. Genug Zeit, um das System einzurichten, Ihre Gästedaten zu importieren und die Quandoo-Links auf Website und Google-Profil zu ersetzen, bevor sie ins Leere führen.